Wie jedes Mal nach der Con haben wir auch dieses Mal wieder die Köpfe zusammen gesteckt und versucht, auf Basis Eures Feedbacks und unserer eigenen Eindrücke unsere Lehren aus der Teufenburg 3 zu ziehen. Wie immer hoffen wir, alle Kritik beachtet zu haben, erfahrungsgemäß fällt in einem mehrstündigen Meeting aber immer irgendwas hinten runter. In dem Fall sind wir für entsprechende Hinweise sehr dankbar!
Protokoll der Nachbesprechung zur Teufenburg 3 – Bande des Blutes(Telefonkonferenz)
Zeit: Samstag, den 15. August 2009, 17:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Teilnehmer: Astrid H., Astrid K., Anett (Protokoll), Benjamin Z. (Protokoll), Benjamin H., Florian (Protokollredaktion), Jan-Peter (zeitweilig), Nora, Phillip
TagesordnungspunkteVorbereitung der Teufenburg 3Durchführung der Teufenburg 3Arwia 4Entscheidungszusammenfassung- Beibehaltung der Tannenburg bei Wechsel der IT-Umgebung; entsprechend andere Nutzung der Location.
- Neues Kampagnenkonzept: Episodenhafte Plots, verbunden durch bekannte NSC-Figuren; keine neue Trilogie.
- Verglichen mit TB3 stärkerer Fokus auf Ambiente und Kleingruppenkampf statt Großschlachten. Mehr spielerische Freiheiten im Sinne der TB2.
- Umstellung der internen Kommunikation auf asynchrone Mittel und Einführung formalen Projektmanagements.
- Allgemein leichte Anhebung der Conbeiträge für zusätzliche Requisiten und als Puffer vor Preisfluktuationen.
Allgemein wurde auch Teufenburg 3 als Erfolg eingeschätzt. Allen Beteiligten wurde für ihre Beiträge gedankt.
VorbereitungFinanzenDie Finanzplanung zu TB3 war mit einem Augenmerk auf möglichst günstige Conbeiträge kalkuliert worden. Trotzdem wurden alle außer einem angesetzten Finanzposten eingehalten oder leicht unterschritten. Im Bereich der Verpflegung fraßen geringe Preiserhöhungen durch die Betreiber den gezwungenermaßen minimalen Sicherheitspuffer jedoch auf.
Interne KommunikationDurch die immer weitere Verstreuung der Orga entstanden eine Reihe von nicht adäquat gelösten Kommunikationsproblemen:
Die zur regelmäßigen Abstimmung eingesetzten
VoiceChats scheiterten regelmäßig an technischen und terminlichen Problemen, was speziell durch das Anwachsen der Kernorga weiter verschärft wurde. Nora schlug zur Behebung die Einrichtung einer
Mailingliste zusätzlich zur Koordination im Forum vor. Diese Struktur sollte es ermöglichen, die synchronen Gespräche auf gelegentliche persönliche Treffen zur reduzieren.
Im
Forum wurde durch Astrid H. auf ein lange bestehendes Zugriffsproblem hingewiesen, das zur Zeit dieses Schreibens ausgeräumt sein sollte.
Die
Plotkommunikation innerhalb der Orga erwies sich als schwierig. Zwar war die Plotstruktur in Form von Flowcharts bereits sehr früh im Forum; die ausführliche Ausarbeitung wurde jedoch in erst deutlich später veröffentlicht, da sie in einem einzelnen Arbeitsschub entstand. Dies führte bei späteren Orgabesprechungen oft dazu, dass Nicht-Plotschreiber Details im neuen Material übersahen.
Zur Lösung des Problems wurde eine regelmäßigere Veröffentlichung kleinerer Abschnitte und eine regelmäßige Diskussion derselben vorgeschlagen.
Teilnehmerinformationen (Anmeldungen und Charakterbögen) wurden in Ilmenau gelagert, was insbesondere für Nora in der Vorbereitung zu Problemen führte. Als Übergangslösung wurden die Kopie und die Zusendung der Unterlagen vereinbart; langfristig wird eine digitale Lösung angestrebt.
Externe KomunikationVerglichen mit den vorherigen Cons wurde dieses Mal relativ wenig
Werbung außerhalb des persönlichen Ansprechens potentieller Teilnehmer betrieben. Angesichts der großen Menge an Stammspielern erscheint eine Beibehaltung dieses Vorgehens sinnvoll.
Die
Teilnehmerbetreuung nach der Anmeldung war abgesehen von teilweise verschleppten Anmeldebestätigungen – für die in Zukunft ein monatlicher in der Projektmanagementstruktur verankerter Rhythmus angestrebt wird – effektiv.
Die NSC-Einweisung wurde weitestgehend durch Florian getragen, der diese Aufgabe in Zukunft teilen möchte, was er dieses Mal zu seinem Leidwesen versäumte.
Die Kommunikation mit Burgverwaltung und Ordnungsamt verlief reibungslos – und war angesichts mancher Requisiten im Wald auch dringend nötig.
RequisitenDie Vorbereitung von Bande des Blutes war durch eine große Menge innovativer und teilweise gänzlich überraschender Requisitenideen geprägt, die in der Mehrheit gut umgesetzt wurden. Allen Requisitenbauern wurde gedankt.
Einzig die
Schilde wurden – berechtigt – von den Teilnehmern bemängelt und werden überarbeitet werden.
Gleichzeitig zeigten sich
strukturelle Probleme: Ein Großteil der Requisitenarbeit fand in den letzten acht Wochen vor der Con statt, was oft zu ernsthaften Problemen führte, und Rohstoffeinkäufe wurden teilweise zu spät bei der Finanzverwaltung eingereicht.
Zur Lösung des letzteren Punktes wurde eine einmonatige vFrist, nach der Rohstoffkäufe nicht mehr eingereicht werden können, beschlossen. Auch war der Requisitenbau einer der Gründe für die Einführung eines formalen Projektmanagements (s.u.).
Die Verwaltung des
Fundus lag wie immer weitgehend auf den Schultern von Anett und Benjamin Z. Gerade durch das Fehlen des Sprinters war die Transportvorbereitung dieses Mal jedoch sehr schwierig.
Auch ist die Aufteilung des Fundus über Orgawohnungen langfristig nicht haltbar. Aus diesem Grund wurde die Suche nach einem zentralen Lagerplatz beschlossen und ist derzeit in Arbeit.
PlotIm Vergleich zu den Vorjahren schien die Plotplanung dieses Mal angemessen. Die NSC-Einweisung wurde allgemein gelobt, wobei genauere Rollenbeschreibungen insbesondere für Anfänger als wünschenswert angesehen wurden.
Allerdings sollte die Plotplanung in Zukunft stärker im Team und transparent in der Orga erfolgen. Wünschenswert wären weiterhin eine zeitlich gestaffelte NSC-Budgetplanung („Akt 2: Fünf Räuber, zehn Soldaten und ein wahnsinniger Mönch“) und eine ausführlichere Risikoplanung gewesen.
DurchführungWie schon bei den vorangegangenen Veranstaltungen lag das herausragende Gelingen der Con – insbesondere trotz des schlechten Wetters – zu allererst an den großartigen Teilnehmern. Dass einer von ihnen bereits seinen Beitrag zur nächsten Con überwiesen hat, wird von der Orga als großes Kompliment und Grund zu leichter Sorge um den armen Jungen genommen.
Aufbau und AnreiseWie schon die Transportvorbereitung war auch die
Anreise selbst durch die PKW-Situation stark beeinträchtigt. Für die Zukunft wird eine strukturiertere Transportplanung, insbesondere im Hinblick auf nutzbare Fahrzeuge, Ankunftszeit, und Verteilung der Fracht angestrebt.
Der
Check-In selbst verlief reibungslos, wobei wohl nie wieder Photo-DVDs auf der Con gebrannt werden sollten.
Interne KommunikationAnders als auf TB2 funktionierten die Funkgeräte diesmal, wurden aber aus schlichter Bequemlichkeit und dem besseren Empfangs wegen durch Handys ersetzt. In Zukunft sollten Letztere durch Headsets erweitert und zum Hauptkommunikationsmittel erhoben werden. Dies erfordert allerdings auch eine konsequente Weiterverbreitung von Absprachen zwischen einzelnen SLs.
TeilnehmerbetreuungDie Kommunikation mit den SCs auf der Con verlief reibungslos. Auf der Seite der NSCs erwies sich die Mehrschlafplatzlösung wegen der dadurch erschwerten Suche nach einzelnen Teilnehmern als schwierig.
Zur besseren
Koordination der NSCs wurde die Einführung eines akustischen Signals zum Sammeln, die Einführung eines zentralen IT-Sammelpunktes (die Taverne), und eine bessere Delegierung unter den NSC-Koordinatoren angedacht.
Die
NSC-Plotbox wurde recht schlecht angenommen, was auf ihre relative Unauffälligkeit zurück geführt wurde.
Schlafplätze waren in ausreichender Menge vorhanden.
TeilnehmerresonanzDurch die LARPZeit-Befragung stand der Orga dieses Mal weniger Feedback direkt zur Verfügung. Was auf der Con und im Forum ankam, war durchweg positiv, dabei aber nicht so enthusiastisch wie im letzten Jahr.
Dies wurde häufig auf die lineare Struktur dieses
Trilogie-Abschlusses zurück geführt. Hier muss in Zukunft entweder eine bessere Planung über mehrere Veranstaltungen, oder ein Fokus auf stärker allein stehende Plots angestrebt werden.
Ein weiteres Problem war der Schaden am
Ambiente, der durch das regelmäßige Zusammenrufen aller NSCs für Schlachten entstand. Es stellte sich heraus, dass es sinnvoller sein könnte, nach Gelegenheiten für einzelne Kämpfe, denn nach großen Schlachten zu streben, auch, weil die SCs gerne in Kleingruppen in den Wald gingen.
Die hohe Plotdichte drückte sich für die
NSCs oft in
Stress aus. Zur Lösung wurde eine größere Betonung der Ambienterollen vorgeschlagen.
LocationGroßer Pluspunkt war für viele Teilnehmer auch dieses Jahr die
Location. Die Tannenburg ist und bleibt eine wunderbare LARP-Umgebung.
Kritik an
Tavernen- und Duschöffnungszeiten wurden diskutiert, aber weitgehend als Folge der Gegebenheiten auf der Burg und daher nur schwer änderbar gesehen. Klarere Aussagen bezüglich der entsprechenden Zeiten sind aber wünschenswert.
PlotdurchführungHandwerklich funktionierte der Plot sehr gut: Die SCs fanden sich sehr genau im geplanten Tempo durch die Intrige. Die von den NSCs eigenverantwortlich gestalteten Nebenplots waren ein großer Erfolg. Insgesamt konnten nur wenige OT-Blasen (hauptsächlich um die Mahlzeiten) festgestellt werden.
Allerdings lies der
lineare, dichte Plot, der zum Abschluss der Teufenburg-Trilogie nötig war, wenig Platz für spielerische Freiheit, was sich als großer Verlust entpuppte. Zukünftig sollte der Hauptplot daher etwas verschlankt werden, um den Teilnehmern Platz für eigene Ideen zu lassen.
Die aufwändigste Plotrequisite der TB3 – das
Massengrab – wurde schlicht nicht angenommen. Zukünftig sollten derartig ‚große‘ Elemente unausweichlicher in die Plotstruktur eingebunden werden.
Einige NSCs wünschten sich weiterhin eine stärkere Einbindung der Kinder in den Plotverlauf.
OrgabelastungIronischerweise erwies sich der Dreitäger als auslaugender denn die viertägige TB2. Dies lies sich teilweise auf
mangelnden Ausgleich unter der Orga zurück führen – so wartete Benjamin Z. lange Zeit vergeblich am Massengrab, während die anderen drei SL rotierten.
Weitere Probleme waren der insbesondere für Florian zu geringe Blick auf den tatsächlichen Plotverlauf (wegen der ständig nötigen Vorbereitung des nächsten Plotschritts), die unergonomischen Orgataschen, und die schlichte Erschöpfung durch die ständige Arbeit hinter den Kulissen, gerade für Phil.
Zur Lösung wurden regelmäßige Orgaabsprachen auf der Con und fest eingeplante tägliche SL-Pausen angesprochen. Statt Umhängetaschen werden auf der nächsten Con Tragesätze im Stil der Mythodea-SL eingesetzt werden.
FundusDie Fundusorganisation ist mittlerweile gut eingespielt.
Es wurden weitere
Verbesserungsmöglichkeiten wie die Etikettierung des Phantopia-Fundus zur leichteren Organisation vor Ort und die Schaffung persönlicher Ablagegelegenheiten für NSCs diskutiert.
AbbauDas schlechte Wetter und die im Wald verstreuten Fundusgegenstände erschwerten den Abbau deutlich.
Um große
Fundsachenberge zu verhindern, sollten die NSCs angeregt werden, ihr eigenes Equipment und Phantopia-Fundus getrennt aufzubewahren – dieses Mal wurde oft persönlicher Besitz zwischen Phantopiabesitz übersehen.
Arwia IVOrgasituationDie Orga begrüßt Benjamin H. und Jan-Peter im Kreis der SL.
LocationsucheEs zeigte sich in den letzten Wochen, dass die Suche nach einer mit der Tannenburg vergleichbaren Location, die für 2010 für einen Viertäger zu haben ist, sehr schwierig und wohl auch verspätet war. Auf der Tannenburg kann uns lediglich ein reguläres Wochenende angeboten werden, was zu diesem Zeitpunkt aber die zu bevorzugende Alternative zu sein scheint.
Vorbehaltlich unwahrscheinlich großer Glücksgriffe bis zum 1. September wird daher die nächste Con vom 27.8. bis 29.8. auf der Tannenburg stattfinden.
Für 2011 wird parallel nach alternativen Locations gesucht, die möglichst früh reserviert werden sollten.
PlotEine Einigung über die grundlegende Plotstruktur wurde getroffen.
Grundsätzlich wurde die Devise, vorerst
allein stehende Plots zu planen, vereinbart. Hintergedanke ist, so keine Con als ‚Mittel zum Zweck‘ eines späteren Plots aufzubauen (oder zwecks eines Trilogieabschlusses an interessanten SC-Aktionen vorbei hasten zu müssen…). Um Stabilität zwischen den Cons zu gewährleisten, sollten bekannte NSCs in den jeweiligen Plot einführen und als Ansprechpartner á la Hardor fungieren.
Requisiten und FinanzenAngesichts der engen Kalkulation der TB3 und der Planung eines requisitenintensiveren Plots wurde eine leichte Anhebung der Conbeiträge abgesprochen.
Da die nächste Con auf der Tannenburg, nicht aber der Teufenburg stattfinden wird, wurde die Einführung eines
Entfremdungspostens zur ‚Umgestaltung‘ der Burg abgesprochen. Hier sollten auch auf die Tannenburg zugeschnittenen Elemente, die im Anschluss an die Burgverwaltung übergeben werden, angedacht werden.
Zu allen Requisitenbereichen werden ab dem 1. September Brainstormingthreads im Orga-Forum gestartet werden.
ProjektmanagementZur Behebung der strukturellen Mängel der letzten Convorbereitung wurde ein formaler Projektmanagementrahmen vorgestellt. Die Vorschläge wurden angenommen, wobei Zweifel an der Durchsetzbarkeit klarer Zeitvorgaben angemeldet – und vom Projektmanager mitgetragen – wurden.
Die Protokollanten danken allen Beteiligten für ihre Teilnahme.